In der Region Tahoua im Niger erhalten tausende Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und besserer Hygiene. Gleichzeitig lernen Gemeinden, knappe Ressourcen gemeinsam und friedlich zu nutzen. Gemeinsam mit einer lokalen Partnerorganisation verbessert humedica die Wasserversorgung, baut sanitäre Anlagen und stärkt den sozialen Zusammenhalt zwischen Einheimischen, Binnenvertriebenen und Geflüchteten.
Der Niger gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und ist stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Dürreperioden und Wasserknappheit erschweren Landwirtschaft und Viehhaltung und verschärfen Hunger und Armut.
Gleichzeitig führen politische Instabilität, bewaffnete Konflikte und Vertreibung dazu, dass immer mehr Menschen auf begrenzte Ressourcen angewiesen sind. In vielen Gemeinden reicht die bestehende Wasserinfrastruktur nicht aus, um Einheimische, Binnenvertriebene und Geflüchtete gleichermaßen zu versorgen.
Die Folgen sind gravierend: Unsicheres Trinkwasser erhöht das Risiko für Krankheiten, mangelnde Hygiene begünstigt Infektionen und der Wettbewerb um Wasser und Weideland kann Spannungen zwischen Bevölkerungsgruppen verstärken.
humedica verbessert gemeinsam mit einer lokalen Partnerorganisation die Wasser-, Sanitär- und Hygienesituation (WASH) in besonders betroffenen Gemeinden der Region Tahoua. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Fähigkeit der Gemeinden, Ressourcen gemeinsam und friedlich zu nutzen.
Zentrale Maßnahmen sind:
•Reparatur und Erweiterung bestehender Trinkwassersysteme
•Anschluss von Schulen und Gesundheitszentren an die Wasserversorgung
•Bau geschlechtergetrennter und barrierefreier Latrinen
•Verteilung von Wasserkanistern und Hygieneartikeln an besonders bedürftige Haushalte
•Schulungen zu Hygiene und Gesundheitsvorsorge
•Aufbau und Training lokaler Wasserkomitees zur nachhaltigen Verwaltung der Anlagen
•Trainings zu Konfliktprävention, Dialog und friedlicher Konfliktlösung
Das Projekt verbessert dauerhaft die Lebensbedingungen der Gemeinden Es entstehen lokale Strukturen, die eine nachhaltige Wasserversorgung sichern und Konflikte um Ressourcen reduzieren. Gemeinden werden befähigt, ihre Wasserinfrastruktur langfristig selbst zu betreiben und Konflikte friedlich zu lösen. So entstehen nachhaltige Perspektiven für Gesundheit und ein stabiles Zusammenleben.
