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Stay Seed – Bio-Getreideanbau in Uganda

Projekt

Kurzbeschreibung

Selbstversorgung ostafrikanischer Familien: Afrikas Kleinbäuer:innen können einen Beitrag zur Ernährungssicherheit leisten und ihr eigenes Einkommen dauerhaft steigern. Möglich wird das durch eine höhere Produktivität – dank besserem Saatgut, mehr Fachwissen und Marktzugang. Deswegen schulen wir mit lokalen Projektpartnern Kleinbäuer:innen in Uganda und Kenia in landwirtschaftlichen Techniken (Aussaat, Ernte, Lagerung, Trocknung), mit denen sie die Erträge auf ihren Feldern signifikant verbessern können (Beispiel Mais: +200 Prozent mehr Erntemenge gegenüber regionaler Vergleichsgruppe). Unsere Befragungen zeigen, dass die Familien rund ein Viertel der zusätzlichen Erntemenge für den Eigenverzehr verwenden. Einer unserer Projektpartner vor Ort steht als Abnehmer der Ernte bereit und bietet auf diese Weise direkten Marktzugang. Die landwirtschaftlichen Produkte unterscheiden sich je nach Region und werden lokal ausgewählt. Typischerweise sind dies Mais, Bohnen, Hirse, Reis, Kürbisse.

Finanzierungsfortschritt

 0/230000 €
Ziel: 230.000 €
0,00%
Armut & Ungleichheit
Uganda
Projektzeitraum
10/25
– 12/26

Problem

Die Landwirtschaft in Ostafrika weist geringe Produktivität auf. Beispiel Maisanbau: Je Hektar wird in Europa viermal mehr Mais je Hektar geerntet als in Ostafrika. Dabei sind viele Regionen fruchtbar. Dennoch ist jeder fünfte Bewohner Afrikas von Hunger betroffen oder bedroht.

Ansatz

Jede Teilnahme am Programm umfasst Schulungstage mit Schulungsmaterial, Feldbesuche, die Ausgabe von hochwertigem Saatgut und Betreuung über ca. ein Jahr. Im Rahmen des Programms animieren wir die Teilnehmenden zusätzlich zur Gründung von Spargruppen. Dabei legen die Familien regelmäßig Geld zusammen, um sich so etwa für Krankheitsfälle abzusichern. Laut unserer Studie machen alle Teilnehmenden bei der Gruppe mit und sparen sogar mehr als geplant, nämlich fast 6.000 Uganda-Schilling pro Familie und Monat, rund 1,50 Euro.

Ergebnis

Für die Kleinbäuer:innen bedeutet das: volle Teller, gute Partnerschaften auf dem Markt und bezahlte Schulgebühren.

Die Landwirtschaft ist die vorherrschende Erwerbsquelle in Afrika. Doch viele der kleinbäuerlichen Familien ernten viel weniger als sie könnten. So wird Brot in Zeiten fehlender Getreide-Importe auf den Märkten knapp. Das Programm Stay Seed hilft: Darin erhalten ugandische Kleinbäuer:innen hochwertiges Saatgut und Anleitungen für Aussaat, Fruchtwechsel, Ernte, Trocknung, Lagerung und vieles mehr. So können sie ihre Getreide-Ernte erheblich steigern.

Die Idee geht zurück auf die ugandische Sozialunternehmerin Justine Mukazungu und ihr Start-up Stina Foods: Justine schult schon seit Jahren Bäuer:innen im Getreide-Anbau und macht sie zu Lieferant:innen ihrer Babybrei-Produktion. Ihren nahrhaften Babybrei liefert sie an Krankenhäuser, Kinderheime und Supermärkte im ganzen Land. Dafür ist sie auf eine ergiebige Getreide-Ernte in ihrer Heimat angewiesen.
Viele weitere ugandische Organisationen haben sich in Stay Seed zusammengeschlossen und schulen hunderte Kleinbäuer:innen in mehreren Regionen Ugandas.

Die typischen Kleinbäuer:innen in Uganda bewirtschaften rund zwei Hektar ihres eigenen Landes. Sie nehmen am Programm Stay Seed teil, um ihre Erträge zu erhöhen und auf den Märkten mehr absetzen zu können. So funktioniert Stay Seed Schritt für Schritt:
- Professionelle Schulung im Getreide-Anbau. Die Kleinbäuer:innen lernen, wie sie das Getreide optimal anbauen, bewässern, ernten, dreschen, trocknen und lagern. Dabei hilft reich bebildertes Schulungsmaterial.
- Hochwertiges Saatgut ist eine der wichtigsten Voraussetzung für eine reiche Ernte. Im Programm Stay Seed versorgen wir Kleinbäuer:innen mit Samen für Sojabohnen, Hirse, Bohnen und Mais. Wie hier im Bild, erhalten viele von ihnen zum ersten Mal derart reines Saatgut.
- Reichere Ernte für die ärmsten Familien: Die Evaluation unserer ersten Ausbildungszyklen zeigen, dass die Familien im Schnitt 370 kg mehr ernten und ihre Einkommen um bis zu fast 100 Prozent steigern.
- Bereit zum Absatz. Das Endprodukt Babybrei ist fertig und wird in vielen Supermärkten Ugandas verkauft. Durch den Absatz erzielen die Kleinbäuer:innen dauerhafte Einkommen und können sich zum Beispiel den Schulbesuch ihrer Kinder leisten.

Jede Ausbildung in Stay Seed kostet uns 200 €. Dazu können wir jeden Teilnehmenden mit hochwertigem Saatgut und Lehrmaterial ausstatten. Wir unterstützen zudem den Austausch zwischen den schulenden Organisationen (Learning-Visits), damit sie voneinander lernen können. Wichtig: Auch nach der Schulung bleiben die Kleinbäuer:innen mit ihren Trainer:innen in Kontakt.

Stay Stiftung - Daniel Ostertag
Ansprechpartner
Daniel Ostertag
Chief Operating Officer
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