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Menschenhandel in Europa

Projekt

Kurzbeschreibung

Viele Kinder, Frauen und Männer in Europa, insbesondere aus den östlichen Ländern, sind von Menschenhandel betroffen. Unter falschen Versprechen werden sie getäuscht, um dann in Ländern wie Deutschland oder in den Niederlanden sexuell ausgebeutet oder zur Arbeit gezwungen zu werden. Die Mehrheit der Betroffenen ist weiblich. Die strafrechtliche Verfolgung über die Grenzen hinweg ist bisher zu wenig koordiniert, sodass Menschenhändler/-innen relativ ungestraft von ihren Verbrechen profitieren. Zusammen mit unseren Partnern setzt IJM mit einem Programm zur Bekämpfung des Menschenhandels in Europa der Straflosigkeit von Täter/-innen ein Ende durch die Stärkung der nationalen und internationalen Zusammenarbeit von Behörden und zivilen Organisationen. Unser Ziel bis 2030 ist der Schutz von 12 Millionen Menschen aus Rumänien, Polen, Ungarn und Bulgarien, die den Gefahren des Menschenhandels besonders ausgesetzt sind.

Finanzierungsfortschritt

 0/1200000 €
Ziel: 1.200.000 €
25,04%
Gerechtigkeit & Versöhnung
Rumänien
Projektzeitraum
12/23
– 12/24
Matching
25%

Problem

Fast 2 Millionen Menschen sind in Europa, einer Herkunfts-, Transit- und Zielregion für den Menschenhandel, versklavt. Armut, Perspektivlosigkeit
und mangelnder Schutz sowie eine unzureichende Strafverfolgung der Täter/-innen bilden vielerorts den Nährboden für die steigende Ausbreitung des Verbrechens. Kriminelle nutzen die wirtschaftliche Notlage in vielen Haushalten aus, um falsche Jobversprechen zu machen. Betroffene werden sexuell ausgebeutet
oder zur Arbeit gezwungen. Besonders Frauen und Kinder sind gefährdet, über die "Loverboy Masche" getäuscht und sexuell ausgebeutet zu werden.
Ebenso sind viele vor dem Krieg in der Ukraine Geflüchtete in Gefahr, ausgebeutet zu werden. Innerhalb der EU ist es Kriminellen möglich, Betroffene ungehindert über Landesgrenzen hinweg zu bewegen. Demgegenüber sind staatliche Strafverfolgungsbehörden in ihrer Zuständigkeit an nationale Grenzen gebunden. Noch fehlt eine koordinierte internationale Zusammenarbeit.

Ansatz

- Zusammen mit Polizeibehörden konnten bereits um die 100 betroffenen Menschen aus Situationen der Ausbeutung befreit werden. Die große Mehrheit von ihnen waren Frauen.
- Mehr als 20 Täter/-innen wurden strafrechtlich verfolgt und zu Haftstrafen verurteilt.
- Um die 400 Akteure aus dem Justizsystem konnten geschult und weitergebildet werden.
- Es fanden mehrere transnationale Konferenzen und runde Tische mit wichtigen Stakeholdern aus Rumänien, Deutschland und England statt, um die Zusammenarbeit zu optimieren und Beziehungen zueinander zu vertiefen.
- Die rumänische Regierung unterzeichnete ein "Memorandum of Understanding" zur offiziellen Zusammenarbeit mit IJM.
- Zum Schutz der Menschen aus der Ukraine auf ihrer Flucht konnten bereits 6 "Protection Officer" eingestellt werden, die im Land unterwegs sind und aufklären, beraten und jeden Beistand bieten, den gefährdete Ukrainer/-innen benötigen.

Ergebnis

Das 2019 gestartete Programm von IJM in Europa zielt darauf ab, der Straflosigkeit im grenzüberschreitenden Menschenhandel ein Ende zu setzen,
mit einem besonderem Schwerpunkt auf Rumänien. Vor dem Start des Programms führten wir Untersuchungen durch, um Bedürfnisse in Bezug auf die Verbesserung der Kapazitäten in den Bereichen Ermittlungen, Nachsorge, Rechtsberatung und zivilgesellschaftliches Engagement zu verstehen.
Seitdem haben wir begonnen, durch enge Partnerschaften mit der rumänischen Regierung und wichtigen Justiz- und Sozialeinrichtungen in Rumänien, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Deutschland die Grundlage für einen langfristigen Schutz der am meisten gefährdeten Menschen in Rumänien zu schaffen. Ein Schlüssel dazu ist, das Vertrauen Betroffener in eine wirksame Unterstützung durch das Rechtssystem zu gewinnen. IJM schult Behörden sowie Partnerorganisationen im professionellen Umgang mit Betroffenen und in der multidisziplinären Zusammenarbeit.

IJM - Daniel Österreich
Ansprechpartner
Daniel Österreich
Referent Philanthropie & Partnerschaften
doesterreich@ijm-deutschland.de
030 5445 22085
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